OTC Markt

Over the Counter bezeichnet einen außerbörslichen Handel von Wertpapieren. Dabei werden Wertpapiere nicht über die Börse, sondern außerhalb ( „über den Tresen“) gehandelt. Diesen Ort nennt man OTC Markt.

OTC Market stellt in der USA einen Sammelbegriff dar, welcher für den Handel von Effekten außerhalb der Börse stattfinden. OTC MarktDemnach umfasst der OTC Markt sowohl den amerikanischen Primärmarkt, als auch einen großen Teil des Sekundärmarkts.
Der OTC Markt umfasst als Sekundärmarkt den größten Rentenmarkt der Welt. Vorallem die amerikanischen Regierungsanleihen, den Markt für Landes- und Kommunalobligationen, als auch etliche Industrieanleihem zählen dazu.

Auf den OTC Market werden auch zahlreiche Aktien ausländischer Unternehmen umgesetzt. Unter dem Begriff OTC Market wird oft der Sekundärmarkt nicht börsennotierter amerikanischer Unternehmensanteile verstanden. Dies sind in etwa 30.000 Unternehmen. Dieser Markt wird von der NASD (berufsständischen National Association of Securities Dealers) kontrolliert und geordnet und umfasst die unteren Börsensegmente. Ein Handel findet meist über Fernsprecher und Fernschreiber statt.

In England wurde das Wort „Over the counter market“ wurde zum Sammelbegriff in den 70zigern Jahren vor allem für den Handel von nicht börsennotierten Unternehmensanteilen. Dies hat die Londoner Börse veranlasst ihr unteres Börsensegment neu zu ordnen (unlisted securities market).

Over the counter ist bzgl. seines Umfangs der beträchtigste Wertpapiermarkt der Welt. Primär werden auf diesen Markt Versicherungs- und Bankaktien, private Anleihen, öffentliche Anleihen, Investmentanteile, als auch etliche Neuemissionen vor der amtlichen Einführung an der Börse gehandelt.
Man kann den OTC Markt als eine Art Bewährung vor einer offiziellen Einführung an der Börse sehen. Natürlich hat auch dieser Markt Nachteile. Dazu geöhren u.a. relativ große Spannen zwischen Ver- und Ankaufspreisen der gehandelten Werte. Weiterer Nachteil, ist das fehlen eines Schutzes vor Betrugshandlungen.